“Chorzeit” – das Vokalmagazin des DCV

image002Ab sofort können alle SängerInnen, ChorleiterInnen und Vorstände aus Chören der Mitgliedsverbände des Deutschen Chorverbands (DCV) die jeweils aktuelle Ausgabe der Chorzeit kostenlos als Digitalausgabe oder in der Chorzeit App lesen.

“Chorzeit – das Vokalmagazin” ist das Mitgliedermagazin des Deutschen Chorverbands und Deutschlands einzige Fachzeitschrift zum Thema Chor. Mit Berichten, Nachrichten, Tipps und Terminen aus der Welt der Vokalmusik hält die Chorzeit ihre LeserInnen jeden Monat auf dem Laufenden. In Reportagen und Interviews werden neue Entwicklungen, Projekte und best-practice-Beispiele vorgestellt.

Wie geht es? 

Um die aktuelle Ausgabe der Chorzeit digital lesen zu können, ist es lediglich notwendig, sich in wenigen Schritten zu registrieren und die neunstellige DCV-Mitgliedsnummer des Chores als Freischaltcode einzugeben. Wenn Ihnen die DCV-Mitgliedsnummer nicht bekannt ist, erfragen Sie diese bitte bei dem Vorstand Ihres Chores. 

Internationale Chor-Begegnungen

Internationaler Jugendaustausch und Förderung Internationaler Chor-Begegnungen  
Ihr plant mit eurem Chor eine musikalische Begegnung im Ausland oder möchtet einen ausländischen Chor  einladen? die Förderung der Deutschen Chorjugend für internationale Chorbegegnungen macht’s möglich.
Bei Fragen einfach die Geschäftsstelle der Deutschen Chorjugend kontaktieren, die euch bei der Durchführung von interkulturellen, musikalischen Begegnungen im In- und Ausland zur Verfügung steht. Mail an: hendrike.schoof@deutsche-chorjugend.de

Chöre zur Fränkischen Weihnacht gesucht

2019FW
Das traditionsreiche und stets sehr gut besuchte Adventskonzert des Maintal-Sängerbundes wird auch in diesem Jahr am Sonntag, 15. Dezember um 16:30 in der Wallfahrtskirche in Alzenau-Kälberau stattfinden. Ihre besondere Architektur ermöglicht ein außergewöhnliches Klangerlebnis, das Mitwirkende und Publikum in ihrem großen Rund vereint.  Ziel ist es, die traditionelle Advents-und Weihnachtsmusik unserer Heimat mit geeigneten Werken anderer – auch moderner – Stilistik auf schlüssige Weise zu verbinden.
Wünschenswert ist eine möglichst große Bandbreite an Beiträgen aus den verschiedenen Sängerkreisen. Die Einladung zur Gestaltung dieses Konzertes richtet sich daher an alle Chöre und Ensembles jeglicher Größe und musikalischer Ausrichtung.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 30. April 2019 an Ralf Emge, Mitglied des Bundes-Chormeister-Teams, der für die Gestaltung verantwortlich zeichnet.

MSB-Chorwochenende Januar 2019

Hammelburg war wieder toll und dafür hier das Protokoll 

Viel zu schnell die Tach vergeh´n,
wenn die Zeit war wunderscheen.
Leider war´s für dieses Jahr es wieder.
Wir sangen dieses Jahr sehr verschiedene Lieder.
Dabei war manches alte Stück,
aber wir haben auch ein wenig in die chorische Zukunft geblickt.

 Das Essen hat wie immer gut geschmeckt,
Teller und Schüssel wurden fast ausgeleckt.
Am Montag daheim heißt es nun wieder
weiter geschnürt Hüftgürtel und Mieder,
den Hosengürtel zwei, drei Löcher verstellt,
obwohl die Hose jetzt aa ohne Gürtel hält.

Wie jedes Jahr gab am Freitag Heidi Schlund
am Anfang das Organisatorische kund,
wie wir uns verhalten sollen
und nicht alles tun dürfen, was wir wollen.

Dann begann der Ernst des Lebens im Saale drinnen,
Jochen Stankewitz bat zum Einsingen.
Doch sehr abwechslungsreich war die Einsingerei,
Bewegung, Atmen und Kanons waren dabei.

Viele Möglichkeiten wurden vor jedem Probeabschnitt geboten
und das Lachen und Lächeln war erwünscht und nicht verboten.
Jochen Stankewitz hält es für den Bestand der Chöre als sehr wichtig,
musikalisch breit gefächert zu sein ist richtig,
nicht nur beim Liedgut, das man singt,
auch beim Einsingen, soll´s was bring´.

Das erste Lied  „Nette Begegenung“  war von Oliver Gies,
der Menschen sich treffen ließ,
die sich lange nicht geseh´n
und plötzlich vor ei´m steh´n.
Man weiß, dass man sie kennt,
doch der Name – der Name – bleibt ei´m fremd.
Ich glaub, jedem ist das schon gescheh´n:
Der Name war weg, doch das Gesicht hab ich schon geseh´n.

 Darauf folgte ein Kontrast, ruhig bewegend,
Ubi caritas et amor“ klang wie ein Segen
in der nachweihnachtlichen Zeit
und machte Seele und Gemüt offen und weit.
Audrey Snyder hat es arrangiert,
was uns in Ruhe und stille Harmonie entführt.

Das dritte Lied uns nach Brasilien entführte,
wo Marcos Leite bei den Indios Töne aufspürte
und sie geformt zu einem Gesang,
den er „Tros cantos Nativos“ genannt.
Als die ersten Töne erklangen,
meinte man, man wäre durch den Amazonasregenwald gegangen.

Der Abgesang am Abend ein Kanon war
und wir standen ineinem großen Kreis im ganzen Saal.
Eines hat der Dozent schon nach einer Stunde erkannt,
dass wir Unterfranken werkli intelligent aa san,
denn wir sind schon in kurzer Zeit,
ein Wort auswendig zu lernen, werkli bereit.

Schön war anschließend im Keller die erste Nacht,
erst gegen Morgen haben sich die letzten ins Bett aufgemacht.
Hammelburger Nächte sehr kurz meist sind,
so dass ich mehr Betten in der Akademie als Luxus oft find´.

Der Samstag begann nach dem Einsingen mit einer Liebesweise,
doch neu arrangiert auf etwas modernere Weise.
Mit „Wach auf meins Herzens Schöne“
Könnte man daheim seine lLiebste verwöhne.
Vor allem unser Jürgen hätte ein Problem gelöst,
wie er seine Yvette wecken kann, wenn sie noch döst –
so wird sie nicht bös!

 Endgültig wach wurden alle beim nächsten Lied,
das Sally Albrecht vor nicht langer Zeit einmal schrieb:
„Sing Alleluja and clap your hands“,
fand hier im Saal ganz schnell auch seine Fans.

Nach einer kurzen Pause ward bis zum Mittagessen
Bekanntes aufgewärmt, weitergeführt ind versucht zu verbessern.
Danach war „Ubi caritas” erarbeitet ganz
und erklang im Piano oder strahlendem Glanz.
Ich tat mich oft sehr wundern,
dass es so viele Frauen toll gefunden
nach Hammelburg zu fahren.

Nun haben wir den Grund vom Dirigenten erfahren:
Nur weil die besten Männer sich eingefunden,
haben die Frauen den Weg nach Hammelburg gefunden.
Man sieht, hier geht die Qualität vor Quantität,
was auch in anderen Lebensbereichen öfters gut mal tät.

Der Nachmittag brasilianisch begann.
Unser rhythmisches Können war nun dran –
bestimmt nicht schlecht –
aber Südamerikanern würd´ es aunoch nicht gerecht.

Danach ging es nach Schweden
und wir konnten wieder träumen und schweben
beim „Nocturne“ von Evert Taube.
Wenn auch keiner an den Text dachte, wie ich glaube,
da wir schwedisch sangen
nur Stimmung und Melodie in uns drangen.

Nach der ´Kaffeepaus´
holten wir wieder „Sing Alleluja“ heraus.
Wen das trübe Wetter und der geringe Schlaf etwas drückt,
wurde munter und kam zum Singen zurück.
Vor dem Abendessen war die „Nette Begegnung“ nochmal dran -obwohl man weiter überlegte, wer es sein kann,
man kam nicht drauf – ein Trost für uns Alte,
dass nicht nur wir verkalke.

Am Samstagabend war´s wie immer,
von Traurigkeit kein Schimmer.
Es wurde getanzt, gesungen und viel gelacht,
und für manchen wurde es weder eine kurze Nacht.
Dass die Wiesthaler Trauerschnallen wieder ihr Leid geklacht,
hat besonders gefreut und viel Spaß gemacht.
Ich glaub Herr Stankewitz kehrt auch mit neuen Erfahrungen heim,
durfte er doch bei einem Chorlehrgang schwingen auch sein Tanzbein.

Am Sonntagmorgen Herr Stankewitz war erstaunt,
wie wir alle wieder gut gelaunt
und mit erstaunlicher Kondition
fanden auch meist den richtigen Ton.
Das Erinnerungsvermögen hatte zwar etwas gelitten,
lag wohl am Schlafmangel, unbestritten.
Einen Kanon haben wir sogar noch achtstimmig hingekriegt,
was aber auch an der Bewegungsfreude liegt.

Wir frischten Altes auf –
manches hatten wir auch noch einigermaßen drauf.
Neu war ein Spiritual „Swing low“,
arrangiert von Matthias Becker neu,
der auch schon hier in Hammelburg war,
und zwar vor genau sechs Jahr.

So bleibt mir am Schluss nur Dank zu sagen.
Zuerst dem Dirigenten an diesen Tagen
mit einem Fläschchen Frankenwein:
Er soll Ihnen recht bekömmlich sein.
Wir hoffen, dass Sie zufrieden mit uns allen
und nicht nur der Faschingsabend Ihnen gefallen.

Danken will ich auch der Heidi und dem Helmut,
auch ihnen tut ein Fläschchen Wein bestimmt recht gut.
Hoffentlich bleibt die Heidi Hammelburg erhalten,
denn ab Herbst wird sie den MSB nicht mehr verwalten.
Dem Jürgen wünschen wir mit diesem Wein,
dass seine Kur möge erfolgreich sein.
Damit du weißt, was dich erwartet,
lies mein Erfahrungsgedicht, bevor du startest.

Euch allen wünsch ich zum nächsten Jahr,
dass alle ihr seid wieder da,
wenn Hammelburg ruft zum Chorwochenend.
Vielleicht kommen andere auch noch gerennt,
denn Hammelburg bietet dann eine Reihe neuer Betten,
die man aber auch nicht länger benutzt, ich könnte wetten.

Kommt heute alle gesund nach Haus –
Auf Wiedersehe´n, Tschüss, Good by –
meine Rede ist aus.

                                           Franz Knebel, Ehrenpräsident

Chor.com 2019 in Hannover

chor.com 2019

ÜBUNG MACHT DEN MEISTER

ANMELDUNG FÜR MASTERCLASSES GESTARTET

Gleich drei Masterclasses Chordirigieren hat die diesjährige chor.com zu bieten. Bei Georg Grün, Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik Saar, werden unter anderem Werke von Benjamin Britten und Michael Ostrzyga erarbeitet (11. – 14.09.). Als Studiochor wirkt das Collegium Vocale Hannover mit. Bei Anne Kohler, Professorin für Chorleitung an der Hochschule für Musik Detmold, rückt Jazz/Pop unter anderem von Sia und Thelonius Monk in den Mittelpunkt (12. – 14.09.). Als Studiochor arbeiten die TeilnehmerInnen mit Pop-Up, Kohlers eigenem Hochschulensemble. Die dritte Masterclass leitet Simon Halsey, Chordirektor des London Symphony Chorus. Hier stehen Werke von Ēriks Ešenvalds, Ralph Vaughan Williams und anderen auf dem Programm, Studiochor ist das Junge Vokalensemble Hannover (11. – 14.09.). Die Bewerbungsfrist für alle drei Masterclasses endet am 30. Juni.

Hier können Sie sich zu den Masterclasses anmelden.