Rock, Pop, Jazz – exklusiv

Hits aus den Charts in fetzigen Arrangements, aufbereitet an der Bayerischen Musikakademie Hammelburg

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Methodenvielfalt: Stimmliche Unabhängigkeit ist gefragt.

Es war im Vergleich zu anderen Chorfortbildungen ein relativ überschaubarer Kreis, der sich anlässlich des Rock, Pop-Jazz -Wochenende in Hammelburg einfand. Mit Stefan Kalmer und Sebastian Reutter bot der Maintal-Sängerbund ein Team für das Wochenende vom 8. -11. November an, das in der Jazz-Chorszene zu den außergewöhnlichen Namen zählt.  Die Erfahrungen und Tipps Kalmers aus der Arbeit mit dem preisgekrönten Rock-Jazz-Chor „VoicesinTime“ zählten zu den wertvolle Hilfen, die alle Teilnehmer mit nach Hause nehmen konnten. Ob es die frischen  Kanons   aus „Music with her silver sound“ waren, das groovige, mit melancholischen Charme  klingende „Give them thy fingers“,  „Wild world“ von Cat Stevens oder das populärische intalienische „Bella Ciao“.  Allen Arrangements konnte man entnehmen, dass Pop, Rock, Jazz in vokalen Chorarrangements äußerst anspruchsvoll sind, zumal viele instrumentale Elemente vokal umgesetzt werden müssen. Außergewöhnlich für die Sängerinnen und Sänger waren die Methoden, die Kalmer einsetzte, um eine stimmliche Unabhängigkeit und Sicherheit zu erwerben. Hinhören, Eigenständigkeit, aber sich nicht an den direkten Stimmnachbar gewöhnen, war für viele ein Novum.

Dass Texte von William Shakespeare immer wieder in den Arrangements von Stefan Kalmer auftauchen, zeigt, dass Rock und Jazz nicht im Widerspruch zu anspruchsvoller Chormusik stehen müssen. Kalmer  gelang es jedenfalls mit seinem spitzbübischen Humor die Teilnehmer für diese Chormusik aus dem Rock, Pop, Jazz-Bereich zu begeistern. Mein Tipp an die geneigten Leserinnen und Leser: Versuchen Sie‘s selbst mal mit scheinbar einfachen, swingenden Kanons. Wie sagte doch die Nadel zum Luftballon: „Ich mache pick und du machst peng.“
HeAr